Betreff
Straßenbenennung im Baugebiet "An der Grawiede"
Vorlage
SV/FD3/043/2019
Art
Beschlussvorlage
Referenzvorlage

Beschlussvorschlag:

 

Die Erschließungsstraße im Baugebiet „An der Grawiede“ erhält folgenden Namen „Guttzeiter Ring“.

Sachverhalt:

Im Rahmen der Änderung des Bebauungsplan Nr. 5 wird eine neue Straße erbaut, für die ein Name zu vergeben ist.

 

Es werden seitens der Verwaltung weder Straßennamen wie z.B. „Grawieder Ring“, „Grawieder Gasse“ noch „Grawieder Ort“ empfohlen, da bereits die Straßennamen „Grawiedeweg“ und „Grawiedestr.“ existieren. Der „Grawiedeweg“ befindet sich nicht in der unmittelbaren Umgebung, sodass es bei der Namensgebung „Grawieder Ring“ o.ä. zu Missverständnissen – insbesondere bei Polizei, Rettungsdienst etc. – kommen könnte. Diese Problematik ist bereits bei vergleichbaren Namensgebungen, wie z.B. bei den Straßen „Brinker Ort“ und „Am Brinker Ort“, eingetreten.

 

Stattdessen wird empfohlen die Straße nach dem Ehrenbürger der Stadt Diepholz Herrn Emil-Johannes Guttzeit zu benennen.

 

„Herr Guttzeit wurde am 01.03.1898 in Königsberg geboren und verstarb am 18.05.1984 in Bad Ems.

Am 01.08.1947 wurde Emil-Johannes Guttzeit als Lehrkraft an die Mittelschule in Diepholz berufen, woraufhin er mit seiner Familie nach Diepholz zog. 12 Jahre später übernahm er hier die Stelle als Mittelschulkonrektor. 1963 - mit der Vollendung des 65. Lebensjahres - schied er schließlich aus dem Schuldienst aus und widmete sich dann den Aufgaben eines Stadtarchivars in Diepholz und der Heimatforschung.

 

Die Ergebnisse seiner unermüdlichen, gründlichen und immer den Quellen nachgehenden Forschungsarbeiten waren eine Anzahl größerer Werke, wie z. B. „Diepholz und seine Straßen", Diepholz 1954, oder „St. Hülfe", Diepholz 1974.

 

Neben dieser wissenschaftlichen Arbeit beteiligte er sich auch am reichen kulturellen Leben der Stadt, insbesondere als Vorsitzender des Kulturrings von 1963 bis 1968.

 


Am 08.01.1983 ernannte ihn der Rat der Stadt Diepholz zu ihrem 11. Ehrenbürger, weil er sich als Stadtarchivar um die heimatgeschichtliche Erforschung unseres Raumes und als Verfasser der ersten zusammenhängenden wissenschaftlichen Darstellung der Geschichte der Stadt Diepholz besonders verdient gemacht hat.“ (Quelle: www.Stadt-Diepholz.de)

 

 

Finanzierung: ./.

Anlagen:

Planzeichnung „An der Grawiede“