Die Erschließung des Baugebietes Groweg II von Süden über den Carl-Orff-Weg wird planerisch in die Bürgerbeteiligung gebracht.

 

Damit ist der Antrag abgelehnt.

 

Der Ausschuss empfiehlt mit 10 Stimmen bei einer Enthaltung: 

 

a) Der Änderungsbereich der 87. Änderung des Flächennutzungsplans wird um die in der anliegenden Kartengrundlage erweiterten Bereiche neu gefasst (Anlage 1).

 

Der Geltungsbereich des Bebauungsplanes Nr. 104 „Groweg II“ wird um den in der anliegenden Kartengrundlage erweiterten Bereich neu gefasst (Anlage 2).

 

Die Kartengrundlagen werden Bestandteil dieses Beschlusses. Der städtebauliche Vertrag wird entsprechend angepasst.

 

Der Ausschuss empfiehlt mit 10 Stimmen bei einer Enthaltung:

 

b) Auf der Grundlage der erarbeiteten Vorentwürfe zur 87. Änderung des Flächennutzungsplans und zum Bebauungsplan Nr. 104 „Groweg II“ werden die frühzeitige Beteiligung der Öffentlichkeit sowie der Behörden und sonstiger Träger öffentlicher Belange gem. § 3 (1) BauGB und § 4 (1) BauGB durchgeführt.

 


FDL Dornieden stellt die Aufstellung des Bebauungsplanes und die Änderung des Flächennutzungsplanes zum Baugebiet „Groweg II“ vor.

 

RH M. Albers stellt als Änderungsantrag: „Die Erschließung des Baugebietes Groweg II von Süden über den Carl-Orff-Weg wird planerisch in die Bürgerbeteiligung gebracht“.

 

FDL Dornieden erklärt, dass eine Erschließung des Baugebietes vom Süden mehr Straße und somit mehr Versiegelung generieren würde. Zudem sei die notwendige Breite für eine Straße mit zusätzlichen Gehweg und Straßenbegleitgrün nicht vorhanden.

Die jetzige Planung des Mischgebietes sieht eine mögliche Zuwegung für maximal vier Betriebe vor. Bei der Änderung des Bebauungsplanes in Bezug auf die Erschließung müsste die Zuwegung vom Groweg erfolgen. Dies könnte den fließenden Verkehr auf dem Groweg blockieren. Außerdem müssten über eine nördliche Zuwegung des Mischgebietes weitere vorhandene und schützenswerte Eichenbestände entlang der Straße gefällt werden.

 

RH G. Albers erkundigt sich nach der vorgesehenen Planung bezüglich des Mischgebietes und ob bereits Gespräche mit dem Investor zur Errichtung einer Kindertagesstätte erfolgt sind.

Die Grundstücks- und Grünstruktur der Planung, die Hinweise auf die Fuß- und Radwegeverbindungen sowie den mit dem im Stadtentwicklungsplan vorgesehenen Wohnen für diesen Bereich rundet die Entwicklung im Osten der Stadt ab.

Weiterhin weist er auf die nötige Vermeidung eines Zaunes am Regenrückhaltebecken und den Wunsch auf eine Vermeidung zu enger Bebauung hin.

 

FDL Dornieden erklärt, dass das Mischgebiet für eine Kindertagesstätte mit bis zu fünf Gruppen die richtige Größe habe. Erste Gespräche mit dem Investor haben bereits stattgefunden. Die Planungen der Notwendigkeit einer Kindertagesstätte liegen nun beim Ausschuss Jugend, Familie, Sport und Soziales.

Mit der geplanten Anstauebene von 40 cm am Regenrückhaltebecken könne auf eine Errichtung eines Zaunes verzichtet werden. Dies ist bereits mit dem Kommunalen Schadenausgleich abgeglichen

Die Baufenster in dem Baugebiet sind so vorgesehen, dass die Grundstücke jeweils nur in einem bestimmen Bereich bebaut werden können. Durch Unterbrechungen ist auch ein Abstand zum Nachbargebäude vorgesehen. Somit ist bei jedem Grundstück individuell zu prüfen, wie lang das Gebäude werden darf. Mit einem Haus und einer Garage können schnell 18 m erreicht werden.

 

RH Reckmann erklärt das geplante Baugebiet für gelungen, erinnere es doch an das Gebiet Lange Wand III. Die Erweiterung des Geltungsbereiches um den Graben und die Bäume sieht er positiv und erkundigt sich, ob die Bäume Bestandsschutz erhalten.

 

RH Savga geht auf die schalltechnische Untersuchung ein. Laut Begründung werden die Orientierungswerte teilweise überschritten. Er schlägt vor, den vorgesehenen Bereich des Mischgebietes im Norden auszuweiten und dort eine Bebauung auch in die Höhe vorzusehen.

 

FDL Dornieden bestätigt, dass die Bäume im Bebauungsplan Bestandsschutz erhalten.

Aufgrund der Überschreitung der Orientierungswerte bei der schalltechnischen Untersuchung werden im Bebauungsplan passive Schallschutzmaßnahmen festgesetzt. Mit den getroffenen Festsetzungen kann sichergestellt werden, dass hinsichtlich des Verkehrslärms die Anforderungen an gesunde Wohn- und Arbeitsverhältnisse im Plangebiet gewährt sind.

Eine Ausweitung des Bereichs für gemischte Bauflächen gestaltet sich schwierig. Immer mehr werden Kleingewerbe aus den Mischgebieten im Stadtbezirk verdrängt. Bei einer solchen Festsetzung müssen Eigentümer jedoch ein Gewerbe vorweisen.

 


Der Ausschuss empfiehlt zum Änderungsantrag der SPD-Fraktion mit 4 Stimmen und 7 Gegenstimmen: